Die Hauptstadtregion: Vorreiter und internationaler Hub

Bereits seit Mitte der 2000er Jahre haben sich in Berlin-Brandenburg vermehrt Unternehmen aus dem KI-Umfeld angesiedelt.

  • Über 40% der deutschen KI-Startups sind in Berlin vertreten.
  • Über 200 KI-Unternehmen erwirtschaften einen Umsatz von 500 Mio. Euro (8% des Gesamtumsatzes der Software- und Datendienstleister). 

An zahlreichen Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Universitäten forschen über 65 Professor*innen zu den unterschiedlichen Anwendungsfeldern von KI. Sie arbeiten mit interdisziplinären Partnern, u. a. an der Entwicklung von: 

  • Sprach- und bilderkennenden Systemen
  • Lernenden Systemen (Machine learning)
  • Kollaborativen Robotern
  • Autonomen Fahrzeugen
  • Innovationen in der Gesundheitswirtschaft

Berlin-Brandenburg ist damit stark aufgestellt für einen werteorientierten Weg im internationalen Wettbewerb um Technologieführerschaft im Bereich KI. Anwendungsorientierte, nachvollziehbare und vertrauenswürdige AI made in Europe wird im Business-to-Business-Bereich und auch zunehmend von privanten Nutzer*innen geschätzt - die Hauptstadtregion setzt hier entscheidende Impulse.

KI-Ökosystem

In Berlin-Brandenburg sind führende Akteure aus Forschung und Anwendung sowie wichtige Partner, Ressourcen, Multiplikatoren und Entscheidungsträger vertreten. Diese Akteure zu vernetzen und bei Innovationsprojekten zu unterstützen, sind die Kernaufgaben unserer Arbeit im Cluster IKT | Medien | Kreativwirtschaft.

Durch eine Vielzahl an Initiativen und Förderprogrammen werden viele Startups aus Hochschul- und Forschungsprojekten heraus gegründet, was die Entwicklung zukunftsweisender Technologien vorantreibt. Labs, Hubs und Accelerator-Programme etablierter Unternehmen bieten jungen Gründer*innen ihr Know-How, Netzwerk und eine Plattform zum Prototyping an. Im Gegenzug bekommen diese von den Startups Input zu neuen Technologien und Entwicklungen.

Das Potenzial für die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg ist beträchtlich - verschiedene Projektionen rechnen bei KI-Unternehmen mit einer Umsatzsteigerung auf 2-3 Mrd. € bis 2025, wobei die KI-induzierten Umsatzsteigerungen in den Anwendungsbranchen nicht berücksichtigt sind. Zur Erschließung der Potenziale unterstützen wir Akteure in Forschung und anwendungsnaher Entwicklung sowie bei Sensibilisierung und Wissenstransfer in vielversprechende Anwendungsbranchen.

KI in Anwendung

Künstliche Intelligenz (eng.: Artificial Intelligence [AI]) ist die maschinelle Repräsentanz menschlicher Handlungsfähigkeiten mit dem Ziel, Menschen bei ihren Aufgaben zu unterstützen. Dadurch können Entscheidungen und Erkenntnisse schneller, neutraler, präziser und fundierter erfolgen. Mit fortschreitender Entwicklung der Leistungs- und Anwendungsfähigkeit algorithmisch abgebildeter, künstlicher Intelligenz rücken neben schöpfenden auch gestaltende und (ein-)ordnende Fragestellungen gesellschaftlicher, ökonomischer, ethischer, politischer und juristischer Prägung in den Fokus.

Ein entscheidender Faktor für die Qualität und Vertrauenswürdigkeit der Entscheidungen und Erkenntnisse, die auf Basis Künstlicher Intelligenz getroffen werden, ist die Verfügbarkeit einer großen Anzahl relevanter und vertrauenswürdiger Daten. Hinzu kommt, dass die Methoden, die bei der Künstlichen Intelligenz Anwendung finden, nachvollziehbar und erklärbar (transparent) sind, um Entscheidungen in einer sogenannten Blackbox möglichst zu vermeiden.

Die wachsende Bedeutung Berlins als Zentrum der Künstlichen Intelligenz macht sich nicht nur in der Wissenschaft bemerkbar. Auch die Wirtschaft der Region profitiert von den technologischen Fortschritten. Die zu 80 Prozent im Business-to-Business-Bereich agierenden Unternehmen entwickeln vor allem Experten- und Sprachassistenz sowie Chatbots. Neben dem Handel, der Entertainment-Branche und der Industrie werden die Entwicklungen vor allem in drei Anwendungsfeldern eingesetzt:

Mit 36 Prozent machen Innovationen und Dienstleistungen, die innerbetriebliche Prozesse analysieren und verbessern, den größten Anteil aus. So werden etwa durch wissensbasierte Experten- und Sprachsysteme Unternehmensabläufe automatisiert und dadurch effizienter sowie transparenter gemacht. Mithilfe von KI-Systemen werden Marktdaten analysiert und hinsichtlich der Erwartung künftiger Entwicklungen ausgewertet. Andere Entwicklungen vereinfachen die Personalrekrutierung oder helfen durch datengeschützte Analysen, Marketing-Aktivitäten gezielter umzusetzen und den Kunden besser anzusprechen.

Wegweisende europäische Standards in Datenschutz und Regulierung von KI-Anwendungen verschaffen "AI made in Europe" im B2B-Markt das entscheidende Alleinstellungsmerkmal im globalen Wettbewerb.

KI-Systeme aus der Hauptstadtregion werden nicht nur zur Unterstützung der innerbetrieblichen Prozesse von Krankenhäusern eingesetzt, sie werden auch zur Operationsplanung, Diagnostik sowie Datenanalyse spezifischer Krankheitsbilder und Entwicklung neuer Wirkstoffe verwendet. Apps zu den Themen Fitness und Gesundheit werden genauso entwickelt wie Chatbots, die Betroffene auf ihrem Heilungsweg begleiten: Von der Diagnose der Krankheit bis zum Arztbesuch. Spitzenforschung im Bereich erklärbarer KI (XAI) macht diese Ergebnisse nachvollziehbar und vertrauenswürdig.

Einen weiteren Schwerpunkt der KI-Unternehmen der Hauptstadtregion stellt die Entwicklung von Fahrassistenzsystemen dar. Neben den Kerngebieten des autonomen Fahrens (z. B. bei der Objekterkennung und Handlungsentscheidung) wird in Berlin auch an KI-Systemen für Straßenkarten, Apps für Fußgängern sowie Augmented Reality Systemen für den Luftverkehr gearbeitet.

Unser Beitrag

  • Unterstützung des Transfers der KI-Forschung in Anwendungen
  • Stärkung der Wahrnehmung von Anwendungsoptionen und -chancen, insbesondere für die lokale Wirtschaft
  • Sichtbarkeit der KI-Expertise in der Region erhöhen → ki-berlin.de
  • Unterstützung beim Auf- und Ausbau von Qualifizierungsangeboten
  • Vernetzung relevanter Akteure
Philipp Günther Projektmanager Innovation T +49 30 46302-207 Philipp.Guenther@berlin-partner.de
Yvonne Gruchmann Projektmanagerin Digitale Transformation T +49 331 73061-264 Yvonne.Gruchmann@wfbb.de