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Branchenreport UX/Usability 2021

Seit über zehn Jahren bietet die German UPA mit dem Branchenreport einen regelmäßigen Überblick der Situation von User Experience (UX) Professionals in Deutschland.

Wie tickt die UX/Usability Branche? 

 Zusammenfassung des UX/Usability Branchenreports 2021 

Wer arbeitet im Bereich Usability und User Experience? Welcher Abschluss ist Voraussetzung? Mit welchem Gehalt kann gerechnet werden? Wie sieht das Berufsfeld inhaltlich aus? Und vor allem welche Bedürfnisse bestehen bei den UX-Professionals? 

Auch der diesjährige Branchenreport der German UPA beantwortet diese Fragen und zeigt detailliert den aktuellen Zustand der UX Design-Branche auf. Im Mittelpunkt der Befragung stehen Bereiche wie Karrierewege, Aufgabenfelder, Verdienstmöglichkeiten und aktuelle Trends bzw. Potenziale. Der Berufsverband der deutschen Usability und User Experience Professionals erfasst die Ergebnisse der Befragung von über 100 deutschen Fachkräfte. 

Bei der demografischen Verortung setzt sich der Trend der letzten Jahre fort: Mehr als die Hälfte der befragten UX-Professionals sind weiblich, wobei sich das Durchschnittsalter aller Befragten bei 36 Jahren einpendelt. Im Bereich der Berufserfahrung haben Männer einen kleinen, dennoch erkennbaren Vorsprung von insgesamt zwei Jahren. 

Beim Thema Aus- und Weiterbildung zeichnet sich der Master-Abschluss als häufigster akademischer Grad der Teilnehmer:innen ab, gefolgt vom Diplom und Bachelor. Bei den Studienfächern kommen die meisten Absolvierenden aus Fachrichtungen wie Medieninformatik,Psychologie, Kommunikationsdesign und Informatik. Besonders hier wird die Diversität des Feldes UX sichtbar, da zudem über 20% einen themenfeldfremden Studiengang angaben. Somit bietet das Berufsfeld optimale Berufschancen für Quereinsteiger:innen, zeigt jedoch auch den Mangel an Angeboten von akademischen UX-Ausbildungen und Studiengängen auf. Die “Certified Professional for Usability and User Experience” ist die meist genannte UX/Usability relevante Zusatzausbildung, wenngleich die Befragten angaben noch immer am meisten vom Training on the job und dem Austausch mit Gleichgesinnten zu profitieren. 

Darüber hinaus machen die Karriere- und Verdienstmöglichkeiten das Berufsfeld zunehmend attraktiv: Das durchschnittliche Bruttojahresgehalt liegt in diesem Jahr bei etwa 60.000€. Als häufigste Beschäftigungsart kristallisiert sich das traditionelle Angestelltenverhältnis heraus, wohingegen die Selbstständigkeit einen nur sehr geringen Anteil ausmacht. 

Wagt man einen Ausblick für die Branche, bestehen laut Teilnehmer:innen bei den beiden Themenfeldern Inklusion und Barrierefreiheit noch erheblich ungenutzte Entwicklungspotenziale. Auch sollte die systematische Analyse von Nutzeranforderungen ebenso die Forschung an und mit Nutzern im Allgemeinen, Augmentes und Virtual Reality, Artificial Intelligence und UX Writing weiter ausgebaut werden.

Als zusätzliche Arbeitsgebiete mit langfristigen Entwicklungschancen wird der Medizin- bzw. Gesundheitsbereich, das UX Management und ethische Aspekte, beispielsweise im Hinblick auf Nachhaltigkeit im Alltag mithilfe von Produktgestaltung, dargestellt. 

Herausforderungen bestehen allerdings auch für die UX Branche: Eine deutliche Mehrheit der befragten Expertinnen und Experten fordern eine ausgeprägtere Einbettung von Usability und User Experience in die Entwicklungsprozesse. Als unerlässlich wird zudem eine Stärkung der Lobby bzw. mehr Sichtbarkeit und die Stärkung des Bewusstseins für die Bedeutsamkeit von Usability und User Experience beschrieben. Weitere Forderungen sind das Setzen von einheitlichen Qualitätsstandards und ein anerkanntes und zertifiziertes Berufsbild, mehr Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten und vielfältigere Formate, um das eigene Netzwerk innerhalb der Community auszubauen. 

 

 

 

 

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